Schloss- und Landschaftspark Altenstein

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Zechsteinriff Bad Liebenstein





Das Liebensteiner Zechsteinriff 

(1) Der Südrand des Thüringer Waldes ist bei Bad Liebenstein durch zwei von NW nach SO orientierte Grenzlinien gekennzeichnet. Eine nördliche tektonische Fuge - die Klinger Spalte - trennt das Kristalliin von Ruhla-Brotterode im N von  einer Scholle mit kuppigem Grundgebirgsrelief und überlagernden Zechsteinsedimenten ab. Der Ort Liebenstein nordöstlich der langgestreckten Hauptstraße an den Badeanlagen steht auf dieser Scholle. Der Untergrund bzw. die Berghänge setzen sich hauptsächlich aus Zechsteinsedimenten zusammen, von denen die dolomitischen Kalkriffe wie der Schlossberg auch morphologisch deutlich in Erscheinung treten. Es handelt sich um  Algenriffe auf inselartigen Untiefen in lagunenartigen Meeresbuchten, in denen sich tonig-sandige Lockersedimente, wie in der Bucht am Linsenkopf, ablagerten.

Auch im Liebensteiner Riff gibt es Höhlen, wie die das 1803 entdeckte Höhlensystem hinter dem (2) Kurhaus, in denen Skelettreste des Höhlenbären gefunden wurden. Das Felsentheater am nördlichen Hang des Schlossberges könnte aus einer zusammengestürzten, oberflächennahen Höhle entstanden sein. 
Stellenweise ragen Klipppen aus Liebensteiner Gneis mit zusammengesetzten Vulkanitgängen, wie zur Zeit des Zechsteinmeeres, aus den Zechsteinsedimenten, so am südöstlichen Ortsende östlich des Brunnentempels und auf dem Flurstück Korällchen.

Erdfall

(1) Quelle: Werte  unserer Heimat, Band 48; Zwischen Ruhla, Bad Liebenstein und Schmalkalden, Akademie-Verlag Berlin 1989
(2) jetzt Hotel Kaiserhof

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